Tipps und Tricks

 

Wie macht man ...? Wo bekomme ich ...? So oder ähnlich ergeht es uns manchmal inmitten des schönsten Modellbauprojekts.
Findet sich dann nirgends Rat, endet die Sache dann oft in weniger befriedigenden Lösungen und somit in unschönen Ergebnissen, vielleicht gar im Baustopp. Bevor Ihr etwas "zusammenmurkst", schaut erst mal hier. Wenn nicht gleich die Lösung des Problems gefunden werden kann, so findet sich u. U. die eine oder andere brauchbare Anregung. Wer gar nicht weiterkommt, kann uns gerne auch seine Fragen per Mail senden. Wir freuen uns immer, wenn wir zum Gelingen eines schönen Modells beitragen können.

An dieser Stelle wieder unser Aufruf: Wer hat schon einmal ein kniffliges Problem geknackt oder einfach nur für eine bestimmte Arbeit eine besonders professionelle Lösung gefunden? Macht mit! Schickt uns Eure Basteltipps!

Alle Beiträge hier werden nach bestem (Praxis-) Wissen zusammengestellt. Eine Garantie auf Richtigkeit und /oder Vollständigkeit können wir jedoch leider nicht geben. Anwendung also auf "eigene Gefahr".

 

 

1. Akkus

 

Technologie

Entladeschluss Nennspannung Ladeschluss Kapazität Laden mit typ.

Blei
NiCd
NiMH
Li-Ion

1,75 V
0,85 V*
0,85 V*
2,40 V
2,00 V
1,20 V
1,20 V
3,60 V
2,30 V
1,50 V
1,50 V
4,20 V
1.000 - 200.000 mAh
100 - 10.000 mAh
100 - 10.000 mAh
100 - 10.000 mAh
0,1 C
0,1 - 4 C
0,1 - 2 C
1 C

 

Allgemeines

Abk.: Akku = Akkumulator, mAh = milli- Ampere- Stunden, V = Volt, NiCd = Nickel- Cadmium,
NiMH = Nickel- Metallhydrid, Li-Ion = Lithium- Ionen, LiTd = Lithium- Tadiran, LiPo = Lithium- Polymer,
C = Capacity - Kapazitätswert, h = hora (lat.) Stunde

Kenngrössen sind die Kapazität, angegeben in mAh und die Zellen- Nennspannung in V.

Ein wenig Akku- Mathematik
Die Kenngrössen liegen vor, der Akku ist leer. Wie lange dauert das Laden? Oder: Akku voll, Verbraucher bekannt. Wie lange hält er? Beispielrechnung für einen NiCd- Akku mit 2.200 mAh, der mit doppelter Nennkapazität schnelladefähig ist:
a) Wie lange dauert das Laden? b) Wie lange hält er, wenn ein Motor angeschlossen wird, der ständig 10 A Strom braucht?

a) Ladeformel
Kapazität
 = Ladezeit

oder

2.200 mAh
 = 0,5 h

wobei:

2 C = 4.400 mA
Ladestrom 2 C

 

b) Entladeformel

Kapazität
 = Laufzeit

oder

2.200 mAh
 = 0,22 h

wobei:

0,22 h = 13 min 12 s
Entladestrom 10.000 mA


Soviel zur Theorie. In der Praxis sieht das etwas anders aus, da wir ja mit Verlusten Leben müssen und die kommen daher, dass sich der Akku beim Laden oder Entladen erwärmt. Ausserdem werden chemische Prozesse in Gang gebracht, die ihrerseits ebenfalls für Verluste sorgen. Die Ladeformel muss noch mit dem Faktor 1,1 multipliziert werden, so dass ein Wert von 0,55 h herauskommt und das stimmt auch nur für den Fall, dass mit 0,1 C geladen wird. Die Entladegeschichte ist komplizierter, da unterschiedliche Akutypen innerhalb ihrer Familie, z. B. NiCd, auch unterschiedlich auf Belastung reagieren. Fausregel: Je höher die Last, um so höher auch der Abstrich an der theoretisch ermittelten Laufzeit. Auch hier gilt die Formel ziemlich genau, wenn mit 0,1 C entladen wird. Im Beispiel ist die Laufzeit wohl keinesfalls höher als 10 min, eher noch etwas weniger.
Weiterhin bekommt das Laden oder entladen mit hohen Strömen (Herstellerangaben beachten, sonst ist der Akku schneller im Elektrohimmel, als einem lieb ist!) den Akkus generell schlechter, als wenn man sie mit 0,1 C belastet.
Heisse Akkus immer vor dem nächsten Gebrauch auf Handwärme abkühlen lassen. Das macht man am besten so, wie die Mutter mit der Babyflasche: Akku an die Lippen halten. Empfindet man die Temperatur als angenehm, kann's weiter gehen.
Vorsicht! Wird der Akku durch zu hohen Lade- oder Laststrom zu heiss, kocht der Elektrolyt (das ist die Flüssigkeit zwischen den Elektroden im Inneren). Und weil kochender Elektrolyt viel mehr Platz braucht, als ihm in der Zelle zur Verfügung steht, fliegt sie einem dann halt um die Ohren. Das ist nicht nur deshalb gefählich, weil die Brocken schneller fliegen können, als man in Deckung gehen kann, sondern der Elektrolyt, bei NiCd z. B. Kalilauge, sehr gerne Löcher in die Klamotten frisst. Wenn's ins Auge geht, schnellstens mit drei Hektolitern Wasser spülen und ab zum Arzt! Ich weiss von jemand, der seine Autobatterie ausbauen wollte und dabei vergesen hat, dass man da immer erst den Minuspol abklemmt. Beim Schrauben am Pluspol ist er dann mit dem Schraubenschlüssel irgendwie an die Fahrzeugmasse gekommen. Das bewirkte zweierlei: Der Schraubenschlüssel verwandelte sich innerhalb von Sekundenbruchteilen in flüssigen Stahl und die Batterie kochte sozusagen "von null auf hundert" in der selben Zeit. Die Gasblasen haben in nullkommanix die Bleiplatten auseinander gedrückt. Weil so ein Batteriegehäuse schlau ist, hat es sich gesagt: "Der Klügere gibt nach". Durch das zerstörte Gehäuse spritzte dann die Schwefelsäure, getrieben von den immer noch kampflustigen Gasblasen im Inneren, dem Ärmsten mitten ins Gesicht. Im Vergleich zu Schwefelsäure ist die Kalilauge bei NiCd- Akkus noch harmlos. Ende vom Drama: Rechte Hand gegrillt (ja, die war gut durch...) und ein Auge für immer unbrauchbar. Von den zahlreichen Verätzungen im Gesicht mal abgesehen.
Warum erzähle ich das Ganze? Weil jeder, der mit Akkumulatoren - gleich welcher Bauart - umgeht, kleine "Bomben" in Händen hält. Richtig behandelt, gibt es keine Probleme. Vorsicht übrigens mit Lithium- Akkus: Fällt einer 'runter und schlägt hart auf, liegen lassen und erst mal abhauen. So nach 'ner halben Stunde vorsichtig mit Handschutz aufnehmen und entsorgen, nie wieder benutzen! Ich erinnere an dieser Stelle nur an die explodierten Handy- Teile.

Die wesentlichen Unterschiede

Blei:
Verhältnis Gewicht zu Kapazität ist hoch, verglichen mit NiCd- Akkus. Einsatzgebiet: Immer dort, wo über einen Längeren Zeitraum hohe Ströme gebraucht werden, z. B. Anlasser, Beleuchtung oder wo höchste Kapazitäten gefordert werden. Laden grundsätzlich 12 h mit 0,1 C bei leerem Akku. Nicht schnellladefähig! Keine Tiefentladungen (entladen unter die Entladeschluss- Spannung)!
NiCd:
Kurzzeitig (einige Minuten) hochstrombelastbar. Tiefentladung nimmt eine NiCd- Zelle grundsätzlich nicht übel. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn es sich um ein "Pack" handelt, also mehrere, zur Erhöhung der Gesamtspannung in Reihe geschaltete Zellen (das ist in den meisten Fällen so). Wird ein Akku- Pack tiefentladen, können Zellen, die etwas stärker sind als ihre Nachbarn, diese umpolen, wenn sich der Akku nach abschalten der Last wieder etwas erholt. Die umgepolten Zellen sind i. d. R. immer reif für die Tonne. Brutale Methoden zur Regenerierung sollten unterbleiben, Gründe s. o. In Anbetracht des kommoden Preises für den Ersatz sollte man sich die Mühe erst gar nicht machen, zumal man sie sowieso nicht wieder 100 %ig hinbekommt.
NiMH:
Strombelastbarkeit geringer als bei NiCd durch den etwas höheren Innenwiderstand. Die Zelle wird unter vergleichbarer Last schneller warm. Ansonsten gilt das bei NiCd gesagte. Beide Typen haben übrigens was gegen Lagerung im vollgeladenen Zustand. Wer das über Monate hin praktiziert, macht aus einem 2000er Akku dann einen mit 1000 mAh und den kann man ja wohl direkt (und billiger) so kaufen. In diesem Zusammenhang sei die sog. null- Volt- Technik erwähnt: Man löte über jede Zelle eines Packs einen 1 KOhm- Widerstand. Wird der Akku nun beiseite gelegt, entlädt er sich über ein paar Tage hinweg, je nachdem, wie voll er noch war, vollständig. Hier kann sich auch keine Zelle mehr erholen, das Teil ist definitiv mausetot. Beim Laden "zieht" ein so behandelter Akku zunächst sehr wenig Strom, bis er dann irgendwann wieder richtig zum Leben erwacht und sich ganz normal verhält. Moderne Prozessorladegeräte haben damit ihre liebe Mühe. Das Gerät "denkt" nämlich, der Akku sei entweder kaputt (nimmt keine Ladung an) oder es sei gar keiner angeschlossen. Mittlerweile besitzen die Geräte eine Möglichkeit, ihnen mitzuteilen, dass genau so ein Akku 'dranhängt. Sie laden dann, ohne auf Fehler zu erkennen, erstmal munter 'drauflos, bis der Akku wieder "zündet". Danach geht alles wieder wie gehabt.
Lithium:
Ohne auf die verschiedenen Li- Akkutypen im Einzelnen einzugehen, lässt sich folgendes sagen: Verhältnis Gewicht zu Kapazität ist niedrig, verglichen mit NiCd- Akkus. Ausnahmslos alle sind allergisch gegen überschreiten der Lade- und unterschreiten der Enladeschluss- Spannung. Überschreiten heisst, peng, dann tot, unterschreiten heisst, kein peng, trotzdem tot. Dies gilt in besonderem Maße auch für die Belastung. Bei zu hoher Stromentnahme werden die Dinger so schnell heiss, dass es schon zu spät ist, wenn man es merkt. Eine Ausnahme stellt die jüngst entwickelte LiPo- Technik dar. Hier ist die Strombelastbarkeit um ein vielfaches höher, als bei den Typen in Li-Ion oder Li-Td- Technik (die LiTd haben übrigens eine Nennspannung von 3 V pro Zelle). Geladen werden sollten Lithium- Akkus grundsätzlich nur mit speziell geeigneten Ladegeräten. Die "Wecker und regelbares Labornetzeil"- Methode endet hier sonst meist damit, dass man den Wecker nicht braucht, weil der Akku selbst lautstark kundtut "Ich habe fertig!" Und das ist er dann auch. In der gesamten Werkstatt.

 

Autor: Bruno Meudt

 

 

2. Baustoffe

 

Epoxyd- Harz lässt sich besser verarbeiten, wenn man es leicht anwärmt (kurz auf die Heizung damit).

Epoxyd- Harz hat die Eigenschaft, sich beim Aushärten selbst stark zu erwärmen. Das liegt an der chem. Reaktion vom Harz mit dem Härter. Kurz bevor der berühmte "nichts geht mehr"- Punkt kommt, wird es etwas flüssiger, unmittelbar darauf kann man es dann nicht mehr verstreichen. Das sollte man beachten, wenn man ein sauberes Ergebnis anstrebt, weil die Klebestelle beispielsweise im Sichtbereich liegt. Die zu verklebenden Teile also immer so lagern, dass durch den geschilderten Effekt keine "Rotznasen" laufen können.

Balsaholz ist nich gleich Balsaholz. Achtet beim Kauf darauf, wozu Ihr es braucht. Es gibt Sorten, die sehr weich und leicht sind, aber auch weniger fest. Andere dagegen sind recht "hart" und ewas schwerer. Wer so etwas z. B. bei der Beplankung seiner Flächen mixt, erlebt beim anschliessenden Planschleifen sein blaues Wunder. Die Nahtstellen werden dann immer stufiger statt glatter. Also: "Augen auf beim Eierkauf!"

Glasfasergewebe schneidet man am besten mit einer ausgedienten Haarschere vom Friseur. Solche Scheren sind sehr teuer, so dass die Figaros sie immer, wenn sie nicht mehr in Ordnung sind, zum schärfen einschicken. Irgendwann aber geht das nicht mehr und der Meister muss sich 'ne neue kaufen. Das ist unser Moment zu fragen, ob man das Teil "abstauben" kann. Was für die Frisur nicht mehr taugt, leistet in unserer Bastelwerkstatt noch lange gute Dienste.
Der Aufwand lohnt, denn diese Scheren haben einen besonderen Schliff: Die Klingen haben winzige Zähnchen, damit sich die Haare beim schneiden nicht nach vorn aus der Schere vor dem kürzen verdrücken können. Genau dieser Effekt tritt bei Glasgewebe ebenfalls auf und nervt auf Dauer ziemlich an.

 

 

3. Elektromotoren

 

Für den Modellsport sind eigentlich nur Gleichstrom- Motoren interessant. Hier unterscheiden wir erst mal die sog. Kollektor- Läufer von den Bürstenlosen (= brushless) Motoren. Unter "Bürste" (früher waren das noch richtige Kupferbürsten aus vielen feinen Drähtchen) versteht man hier den kleinen Block aus gepresstem Kohlenstoff, dem noch Metallpulver beigemischt ist und der dafür sorgt, dass der Strom über den sich drehenden Kollektor (das ist der Stromabnehmer auf dem Rotor, ja, genau, dieses runde, glänzende Kupferteil, was aus lauter einzelnen Segmenten zusammengestellt ist) an die Rotorspulen abgegeben werden kann. Rotor nennt man die sich drehende Welle mit den Spulen 'drauf und - richtig - Stator jenes dass die Magnete enthält und sich eben nicht dreht. Man könnte hier eigentlich auch vom Gehäuse sprechen. Noch ein Wort zum Kollektor. Bei Motoren, die immer nur in eine Richtung drehen müssen (Elektroflug), kann man die Leistung des Maschinchens etwas verbessern, indem man den Kollektor auf der Welle leicht gegen die Spulenpakete verdreht. Der Effekt ist etwa der gleiche wie bei der Zündung im Auto, die steht ja auch ein paar Grad vor OT.
Die Bürstenlosen haben keinen Kollektor. Daher brauchen sie auch keine "Bürsten" und heißen deshalb auch so. Aber wie kommt der Strom denn nun an die Spulen? Nun, man hat hier etwas umgebaut. Die Magnete sitzen hier auf dem Rotor und die Spulen im Gehäuse (Stator). Weil die Spulen jetzt nicht mehr rundflitzen müssen, kann man sie problemlos direkt anschliessen.
So ein brushless- Motor hat dann auch gleich sechs und mehr Anschlussdrähte, pro Spuleneinheit zwei. Sechs Drähte = drei Spulen u.s.w., im Gegensatz zum Kollektor- Läufer, der ja immer mit nur zwei Drähten auskommt. Eigentlich hat der ja auch mehrere Spulen auf dem Rotor, das merkt man aber von aussen nicht, weil der Kollektor den "Saft" auf die einzelnen Spulen verteilt. Daher braucht man hier auch nur die Anschlüsse zu vertauschen und der Motor kehrt seine Drehrichtung um. Da dem Kollektor nicht anderes übrigbleibt, als ebenfalls anders herum zu laufen, bekommen die Spulen ihren Strom auch anders herum und alles ist wieder in Ordnung.
Mehr als zwei Kabel am brushless sorgen nun für Verwirrung. Da haben wir einen Akku mit Pluspol und Minuspol. Schliesst man den jetzt irgendwie an einen brushless an, tut der, ausser die Wohnung heizen, gar nichts. Egal, wie man anschliesst und kombiniert, der Motor wird nicht laufen. Warum?!
Ihm fehlt das Drehfeld - das, was beim Kollektor- Läufer eben der Kollektor macht (man bezeichnet selbigen auch als Kommutator - "Vertauscher"). Wo bekommen wir das nun her?
Richtig, da gibt es ja die elektronischen Regler, ohne die wir über unsere RC- Anlage die Drehzahl des Motors ja auch nicht verändern könnten. Doch aufgepasst: Auch bei den Reglern gibt es zwei Arten, die für "normale" Motoren und eben jene für unsere brushless- Motoren. Spätestens jetzt bemerken wir, dass die herkömmlichen Regler nur zwei Anschlüsse für den Motor haben, die brushless- Regler jedoch mehr. Eben genau so viele, wie der Motor braucht. Vorhin haben wir festgestellt, dass wir ohne Kollektor kein Drehfeld haben. Das erzeugt uns jetzt dieser spezielle Regler. Im Grunde genommen wird der Strom hier reihum nacheinander an die verschiedenen Spulen- Anschlusspaare angelegt und wieder abgeschaltet, so dass die Magnete des Stators diesem Feld folgen - der Motor dreht sich.
Warum, zum Kuckuck, treibt man denn diesen Aufwand? Das ging doch mit der alten Technik viel einfacher! Nun, die brushless- Variante hat, neben dem Nachteil, deutlich teurer zu sein, einige wesentliche Vorteile: Der Verschleiss ist geringer, fehlt doch hier der komplette Kollektor samt den Kohlebürsten. Letztere haben ausserdem einen höheren elektrischen Widerstand als Kupferdrähte und erzeugen somit Verlustwärme, d. h., der brushless- Motor hat einen höheren Wirkungsgrad.
Jetzt wird's noch einmal kompliziert. Vorhin haben wir herausgefunden, dass man einen Kollektorläufer für eine bestimmte Drehrichtung optimieren kann, wenn man den Kollektor gegen die Spulen in geeigneter Weise verdreht. Dieser Zustand kann sich aber über alle Drehzahlen hinweg nicht mehr ändern, d. h., unser so präparierter Motor ist, genau genommen, nur bei einer bestimmten Drehzahl optimal. Beim brushless übernimmt diese Aufgabe ebenfalls der Regler, nur dass der immer weiß, welche Drehzahl gerade anliegt (er macht ja das Drehfeld selbst... ;-)) und somit immer die richtige Einstellung, passend zur Drehzahl, vornehmen kann. Spätestens jetzt wird jedem klar, dass das auch seinen Preis haben muss. Allerdings rechtfertigt die neue Technik nicht die Tatsache, dass die brushless- Motoren ebenfalls deutlich teurer sind als vergleichbare konventionelle Aggregate. Sie sind in der Herstellung eigentlich preiswerter, fehlt doch hier der komplette Kollektor nebst Bürsten.
Ach ja, die neuen Motoren haben noch einen, wenn auch kleinen, Vorteil: Sie müssen nicht mehr entstört werden, weil nichts mehr drinnen ist, was Funken schlagen und so den Empfänger stören könnte.

 

Autor: Bruno Meudt

 

 

 

4. Finish

 

 

 

 

 

5. Flächenmodelle

 

 

 

 

 

6. Hubschrauber

 

 

 

 

 

7. RC- Anlage

 

 

 

 

 

8. Treibstoff

 

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9. Werkzeug

 

Zweimal billig kaufen ist teurer als einmal gutes Werkzeug anschaffen. Wer hier nicht auf den Cent achten muss, beschafft sich seine Ausstattung am besten nicht im Baumarkt, schon gar nicht im Versandhandel, sondern im einschlägigen Fachgeschäft.
Auch beim guten Werkzeug gibt es durchaus noch Unterschiede. Zunächst der Stahl selbst. Der ist bei Markenware durchweg tadellos. Interessant wird es aber wieder, wenn es um die Oberfläche geht:
Da hätten wir "schwarz". Der Werkzeugstahl ist tatsächlich unbehandelt oder leicht brüniert. Das ergibt einen kleinen Preivorteil, ist aber nicht zu empfehlen, da rostanfällig. Ausserdem verschmutzt diese Metalloberfläche gerne dauerhaft, wenn es um Kleberreste oder Farbe geht. Hier hilft dann oft nur noch ein Abrieb mit feiner Stahlwolle. Das gute Stück glänzt dann zwar wieder, ist aber nach solch einer Behandlung für immer ein "Pflegefall".
Weit verbreitet ist das verchromen. Nur platzt das gerne ab, wenn man das Werkzeug benutzt. Besonders bei Zangen beobachtet man diesen Effekt ziemlich rasch im Bereich der Backen. Der Grund hierfür ist schnell gefunden: Zum verchromen muss die Oberfläche erst mit einem anderen Metall überzogen werden, damit die Sache überhaupt hält. In den meisten Fällen kommt hier Kupfer zum Einsatz. Diese Schicht ist zwar sehr dünn, trotzdem ist Kupfer weich wie Butter. Wird eine solche Oberfläche starken mechanischen Einflüssen ausgesetzt, "verrutscht" das sehr harte Chrom auf dem Kupfer, es platzt ab. Am Ende sieht ein solches Werkzeug regelrecht vergammelt aus. Hier hilft auch kein polieren mehr, weg ist weg.
Vernickeln statt verchromen ergibt kein hochglänzendes, aber sehr schönes, seidenmattes finish. Und hält wesentlich länger. Wer sich also damit anfreunden kann, sollte dem Nickel den Vorzug geben.
Poliert. Ja, genau, einfach auf hochglanz poliert. Hier wird ein besonders hochwertiger Stahl eingesetzt, der auch dann nicht rostet, wenn man ihn einen Monat lang in Salzwasser legt. Ausserdem kann hier auch nichts abplatzen und z. B. bei elektronischen Baugruppen irgendwo einen Kurzschluss verursachen. Die edelste, aber zugleich auch teuerste Variante

Zangen und alle bauartverwandten Werkzeuge sollten, sobald es sich um die Klasse der Feinmechanik dreht, ein so genanntes "durchgestecktes Gewerbe" (Zangengelenk) aufweisen. Zugegeben, nicht alle Hersteller bieten das an, aber z. B. bei Knipex und Sandvik sind sie zu haben. Auch dieses Schmankerl belastet zusätzlich den Geldbeutel im Vergleich zum Standard, es lohnt sich aber in jedem Fall. So lange eine Zange neu ist, wird man keinen grossen Unterschied bemerken. Kommt so ein Teil aber regelmässig zum Einsatz (ich "köpfe" bei der Bestückung von Leiterplatten an einem Abend nicht selten an die 2000 Bauteile- Beinchen mit meinem Elektronik- Seitenschneider...), bekommt das Gelenk irgendwann "Arthrose", es wackelt. Beim Seitenschneider besonders ärgerlich, weil die Schneiden jetzt nicht mehr aufeinander fluchten und das abschneiden feiner Drähte oder Litzen zum regelrechten "abnagen" eskaliert. Man kann in einem solchen Fall seinen Körner zur Hand nehmen und dem Gelenkbolzen mittschiffs einen Einschlag verpassen. Jetzt gibt es die berühmten zwei Möglichkeiten: Zu fest zugeschlagen, dann klemmt die Zange beim Bewegen, Das wieder lösen ist mit viel Geduld und Einsatz verbunden, weil man ausser ständigem hin- und herbewegen nichts unternehmen sollte. Alle anderen Methoden sind nur geeignet, das gute Stück zu ruinieren. Zu leicht zugeschlagen, dann nochmal auf die selbe Stelle, bis... ja bis es klemmt. Den exakten Punkt zu erwischen, wo nichts klemmt, das Gelenk aber trotzdem nicht mehr wackelt, ist wie ein sechser im Lotto. Also keine gute Methode, dann lieber wackeln lassen? Nein, durchgestecktes Gewerbe kaufen. Dabei werden die beiden Teile einer Zange nicht einfach nur aufeinander gelegt und vernietet, sondern die eine Seite durch eine Öffnung in der anderen Zangenhälfte gesteckt. Das Ganze wird dann noch mit einem durchgehenden Bolzen fixiert. Selbst wenn das Teil extremsten Beanspruchungen ausgesetzt wird, hat das Gelenk keine Chance zu wackeln. Feine Sache, wie man hier sehen kann.
Bei Werkzeug- Griffen hat sich der sog. "Softgrip" bestens bewährt. Selbst mit fettigen Fingern hat man das Teil noch gut in der Gewalt. Finger weg von diesen transparenten, harten Plastik- Umhüllungen. Ein so ausgestattetes Werkzeug rutscht ständig in der Hand weg, ausserdem leiern diese Griffe mit der Zeit aus und verlieren den Kontakt zum Metall.

 

Autor: Bruno Meudt

 

 

 

10. Verbindungstechnik

 

 

 

 

 

11. Verbrenner

 

 

 

 

 

12. Maße und Gewichte